„Dresden für Alle“ initiiert Mitgliedschaft Dresdens in der UNESCO Städtekoalition gegen Rassismus

Was ist die Städtekoalition gegen Rassismus

„Die europäische Städtekoalition gegen Rassismus der UNESCO besteht seit 2004. Das Konzept basiert auf der Einsicht, dass Diskriminierung vor Ort entsteht und demnach auch vor Ort bekämpft werden muss. Die UNESCO kooperiert heute mit regionalen Städtekoalition in sechs Weltregionen, um geeignete, lokal angepasste Strategien zur Rassismusbekämpfung zu entwickeln.

In Nürnberg fiel am 10. Dezember 2004 der Startschuss für die „European Coalition of Cities Against Racism“ (ECCAR) Nürnberg koordiniert seitdem die Zusammenarbeit von mittlerweile mehr als 100 europäischen Städten, die sich einmal jährlich zu Konferenzen treffen“ (Quelle: https://www.unesco.de/wissenschaft/rassismus/staedtekoalition.html)

Die Städtekoaltion gegen Rassismus soll insbesondere den Austausch von Erfahrungen im Kampf gegen Rassismus, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit fördern.

Bereits 22 Städte in ganz Deutschland sind der Koalition beigetreten, unter anderem München, Leipzig, Potsdam, Köln und zuletzt im Mai 2015 Bonn. Der Koalition angehörende Städte verpflichten sich, den Zehn-Punkte-Aktionsplan der Koalition fördernd umzusetzen. Zu den im Aktionsplan genannten Punkten gehören etwa die verstärkte Wachsamkeit gegenüber Rassismus, die bessere Unterstützung der Opfer von Rassismus und Diskriminierung und die Erhöhung von Chancengleichheit und Beteiligungsmöglichkeiten in der Kommune (10-Punkte-Aktionsplan liegt als Anhang bei).

Dem Kampf gegen Rassismus, Diskriminierung und Chancenungleichheit kommt gerade in Dresden eine zentrale Bedeutung zu. Besonders in den letzten Jahren verzeichnet die lokale Opferberatung des RAA Sachsen einen starken Anstieg rassistischer Übergriffe und Anfeindungen. Zentrale Aussagen der PEGIDA-Bewegung transportieren Rassismus und sind gegen die Menschenrechte gerichtet, reduzieren bestimmte Menschengruppen und stellen dadurch das durch unser Grundgesetz garantierte Gleichheitsprinzip in Frage.

Der Weg zum Beitritt

Anfang Oktober hat das Netzwerk „Dresden für Alle“ Oberbürgermeister Dirk Hilbert gebeten, die Initiative zu ergreifen und einen Beitritt auf dem Weg zu bringen. Nachdem aus dem Rathaus keine Reaktion kam, haben wir Anfang November die Stadtratsfraktionen um Hilfe gebeten. Die Fraktionen von SPD, Bündnis90/ Die Grünen und DIE LINKE haben in einem interfraktionellen Antrag schnell reagiert, so dass wir für Ende Januar/ Anfang Februar 2016 mit einer Einleitung des Beitritts durch einen Stadtratsbeschluss rechnen können. Das Netzwerk „Dresden für Alle“ wird darauf achten, dass die Umsetzung schnell durch die städtische Verwaltung erfolgt.

Weitere Informationen

Weitere Informationen sind dem Flyer zum 10-Punkte-Plan der Koalition zu entnehmen:
[pdf-file] 10 Punkte Programm der Unesco Städtekoaltion gegen Rassismus

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